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Geschichte

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DIE VERGANGENHEIT UND DIE GEGENWART DER STADT MARIENBAD

Obwohl Marienbad zu den jüngsten Bädern gehört, ist die Geschichte sehr eng mit uralten Entwicklung dieses Teils von Westböhmen verbunden. Die ältesten Spuren der Besiedlung haben dort die serbischen Slaven hinterlassen. Am Anfang des zweiten Jahrtausend waren es schon tsechische Stämme, die den strategischen Weg zwischen Bayern und Egerland bewacht haben. Im Jahr 1193 gründete Hl. Hroznata in Teplá ein Prämonstratenserkloster, dort siedleten die tsechischen Mönche von Strahov. Auch die Namen der Siedlungen (in einem Zertifikat von Papst Gregor X. aufgetragen) zeugen von den tsechischen Besiedlungen. Erst im 15. Jh. wurde die Gegend deutsch besiedelt. Doch die Tschechen konnten auch auf mehreren Plätze überleben.

Dazwischen entsprangen aus den Tiefen des Dorfes auf dem Platz in der Nähe vom gegenwärtigen Marienbad viele Quellen mit Kohlendioxid und vielen Mineralstoffen. Wir wissen nicht, wann die Heilkraft diesen Quellen entdeckt wurde. Es ist sicher, dass es früher war, als der König Ferdinand versuchte im Jahr 1528 aus einer Quelle (jetzt Ferdinandsquelle) das Salz zu gewinnen. Genauso sicher ist, dass der Egerer Artz und Physiker J. M. Hornik am Anfang des 17. Jahrhunderts die Heilbäder in Mariensquelle empfohl. Schon früher kamen dort Patienten aus der breiten Umgebung, tauchten in den Heilschlamm, mutig tranken Menge von Heilwasser und nahmen es mit nach Hause. Diese Nachrichten sind sehr schnell bekannt geworden und die Wissenschaftler machen erste chemische Analysen.

Am Ende des 18. Jahrhunderts kommt auf die Szene die erste grosse Persönlichkeit - Doktor Josef Jan Nehr, der Landsmann aus Tepla, der Absolvent der Karlsuniversität und der Arzt in Kloster Tepla. Als er sich von den Heilwirkungen überzeugte, widmete er sein ganzes Leben den Heilquellen, deren Ausnützung, heilen der Kranken und Aufbau des Bades. Zuerst wurde er von dem Abst Trautmannsdorf unterstützt, nach seinem Tod fand Nehr in dem Kloster keine Unterstützung mehr. So baute er sein privates Haus neben der Kreuzquelle, wo er die ersten Patienten heilte. Doch die Nachfrage war so gross, dass das Kloster ein eigenes Kurhaus neben der Marienquelle baute. So bekam das kleine Gelände im 1808 den Namen Marienbad. Zehn Jahre später wurde er als Kurort ämtlich anerkannt.

1813 übernahm die Führung des Klosters ein ausgebildeter fortschrittlicher Mensch - Karel Kaspar Reitenberger. Seit dem Anfang unterstützte er die Anstrengung von Nehr auch mit einer grossen Spende des Klosterbudgets. Seine Gegner beschuldigten ihn, dass er den Reichtum des Klosters in dem Sumpf taucht und nach vielen Intrigen wurde Reitenberger abgesetz. Den Rest seines Lebens verbrachte er in Exil in Tyrol.

Während seiner Zeit im Kloster lädt Reitenberger nach Marienbad einen hervorragenden Gärtner ein - Vaclav Skalnik. Skalnik arbeitete ein grossartiges Projekt für den Umbau der Umgebung aus, dieses Projekt wurde in sechs Jahren erfüllt. So wurde der Stein gerbrochen, Sümpfe und Moore getrocknet, Vertiefungen gefüllt und grosse Menge der Erdmasse mitgebracht. Vaclav Skalnik änderte das ganze Relief und Gesicht der Gegend. Sein Lebenswerk - wunderschöne Parkanlagen mit viel Edelholz - gehört noch jetzt zu den Pfunden der Stadt.

Im Jahr 1824 stehen in Marienbad mehr als 40 Häuser und die Stadt, die aus Sümpfe gewachsen ist, gehört zu den schönsten Kurorten.

Im Jahr 1865 bekam Marienbad den Status einer Stadt und es fängt der weitere Ausbau und Aufschwung an. Mit diese Epoche ist die Persönlichkeit von Dr. August Herzig verbunden. Unter Leitung dieses klugen und fortschrittlichen Bürgermeisters wurden viele grossen Gebäuden und Einrichtungen gebaut: Bad und Kurhäuser, Rathaus, Krankenhaus, Talsperre, Kraftwerk, Kanalisation und Strassenbeleuchtung.

Der erste Zug kam nach Marienbad im Jahr 1898 aus Karlsbad und schon im folgenden Jahr wurde der Rekord gebrochen: Mehr als 20 Tausend Kurgäste und über 100 Tausend Besucher der Stadt. Es hielten sich dort viele mächtige Herrscher von grossen Imperien, Keisern, Königen, Politikern und Diplomaten auf - englicher König Eduard VII., österreicheischer Kaiser Franz Josef I., preussicher König Fridrich Wilhelm, und viele andere. Zwichen 1907 und 1913 war die Anzahl der Gäste nie geringer als 30 Tausend und im Jahr 1911 waren es sogar 34 509 Menschen.

Die Zeit der Blüte wurde aber durch den ersten Weltkrieg unterbrochen. Es hat noch vielen Jahre gedauert, bis sich das Leben in normaler Spur eingerichtet hat. Doch wird Marienbad langsam wieder die grosse "Welt in der Tasche", eine der wichtigsten Plätze des weltweiten Kurwesens, Mittelpunkt des gesellscharftlichen, politischen und kulturellen Lebens. Im Jahr 1929 wurde in die Rekordliste die neue Zahl eingetragen - über 41 Tausend Kurgäste. Während des zweiten Weltkrieges diente die Stadt als ein Lazaret.

Die Berümtheit der Stadt steht vor allen Dingen an deren Mineralwasser. Auf der ziemlich kleien Fläche der Stadt entspringen mehr als 40 Heilquellen und in der Umgebung mehr als hundert. Alle sind kalt mit grossen Inhalt von freien Kohlendioxid und die meisten sind reich an Eisen. Zu den bekanntesten Quellen gehören Kreuz-, Ferdinand-, Rudolf-, Wald und Ambrosquellen.

Mineralwasser dient zu den Trinkkur und Bäder, die Quellen von Kohlendioxid werden zu den Gasbäder und Gasinjektionen benutzt. Zu der komplexen Kur gehört unter anderen Moorbäder, Elektrokur, Wasserkur, Krankengymnastik, Massagen, Inhalationen u.a. Das alles findet bei der Behandlung von Nieren- und Härnwegleiden, Stoffwechselstörungen, Haut-, Gelenkkrankheiten und Erkrankungen der Atemorgane Verwendung.

Die Stadt Marienbad hat ausergewöhnlichen Reichtum von Naturrohstoffen, wunderschönes Milieu und Umgebung, frishe Luft, grosse Fläche von Parkes und Wälder. Kein Wunder, dass die Stadt von den Gästen aus dem Ausland den Spitznamen "Riviera in den Wäldern" bekam. Auch kein Wunder, dass viele Gäste gerne zurückkommen.